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MS Finnmarken am Geirangerfjord

Facettenreiches Norwegen – GRP 036

GRP 036 – Facettenreiches Norwegen – vom 13.06.2016 bis 25.06.2016 mit RL Birgit und Adi

 

Direkt nach der Ankunft am Flughafen Oslo Gardermoen starteten wir mit zwei Bussen  bei bestem Sommerwetter zur geplanten Sightseeing-Tour mitten hinein  in die pulsierende norwegische Hauptstadt. Mit reichlich Wissen ausgestattet, besuchten wir den Vigelandpark, Holmenkollen und das Fram-Museum, bevor wir uns aufmachten, einen Begrüßungsdrink in unserem Hotel Clarion Royal Christiania einzunehmen. Manche fieberten auch schon dem abendlichen Vorrundenspiel Deutschland vs Ukraine entgegen. Am Abend erkundeten die Gäste Aker-Brygge, die neue Oper, die Festung Akershus oder spazierten einfach nur zum königlichen Schloss am Ende der Karl Johans Gate.

Früh am anderen Morgen hieß es Koffer abgeben und nach dem Frühstück mit der Bergenbahn knapp 500 km über die Hardangervidda nach Bergen zu fahren. Deutlich sichtbare Schneeflecken ließen die Schneeberge erahnen, die sich auf der fast 1250 Meter liegenden Hochfläche (Finse: 1237 m.o.h.) im Winter ansammelten.

Nach fast 7-stündiger Fahrt ging es in Bergen sofort weiter zur erlebnisreichen  Stadtbesichtigung. Touri-Schiffe lagen in Bergen vor Anker und es herrschte mehr als reges Treiben rund um den berühmten Fischmarkt, in Hafennähe. Die königliche Residenz „Gamlehaugen“, etwas außerhalb von  Bergen,  war ebenso Ziel der Stadtbesichtigung, wie die berühmten ehemaligen Hansehäuser – Brygge – in der Innenstadt und das bei bestem Sommerwetter, 21°.

Gegen 18.00 Uhr war es dann soweit, das Abenteuer Hurtigruten begann. Mit einer leichten Verzögerung hieß es auf der MS Finnmarken gg. 20.20 Uhr „Leinen los“.

Bei ruhiger See umrundeten wir das Vestkapp, bevor wir am Morgen in Ålesund eintrafen. Nach kurzem Aufenthalt nahm die MS Finnmarken Fahrt in Richtung Storfjord und Sunnylvsfjord auf, um in den ca. 15 km langen Geirangerfjord einzufahren. Am Ende des Fjords holte ein Tenderboot die Gäste für den Ausflug – Geiranger – Trollstigen-Molde – ab. Für die Gäste ein unvergessliches Erlebnis. Gerade rechtzeitig erreichten wir die Aussichtsplattform, um die MS Finnmarken bei der Ausfahrt und der Vorbeifahrt bei dem Wasserfall ( 7 Schwestern ) zu sehen. Durch das Eisdal und anschließend durch das landwirtschaftlich geprägte liebliche Valldal mit seinen Erdbeerfeldern, ging es hoch zu  den bekannten Trollstigen, auf ca. 850 moh. Die elf Haarnadelkurven waren ebenso beeindruckend wie der Blick senkrecht hinab zum Tal, entlang dem 320 Meter hohen Wasserfall – Stigfossen -.

Bei schönstem Wetter zeigte sich unser Endziel des Ausfluges,  die Rosenstadt Molde mit ihren 222 Berggipfeln. Entlang von Schären und Inseln erreichten wir den Berg Torghatten, wo das Schiff so eindrehte, damit die Gäste das berühmte Loch im Felsen ( 112 Meter hoch) gut einsehen und vor allem fotografieren konnten.

Am frühen Morgen war es dann soweit: Überquerung des nördlichen Polarkreises  66’33“: Zeit 7:16:10 Uhr.

Am Mittag dann die obligatorische Polarkreistaufe mit Kapitän Klodiussen, dem Meeresgott Neptun und den Bordreiseleitern Anita und Elisabeth.

Mit dem Tenderboot zum Svartisengletscher ( zweitgrößter Gletscher in Norwegen mit 370 km²) und mit den RIB-Booten zu den Saltstraumen waren die nächsten Destinationen der Reise. Begegnungen mit Seeadlern und grandiosen Landschaftsformationen prägten die beiden Ausflüge.

Am Abend kamen wir bei bedecktem Himmel in Svolvær, der Hauptstadt der Lofoten, an. Einige Gäste gingen mit uns zum „Anker“ und tranken dort ein kleines Bier mit Blick auf unser schönes Schiff, das direkt vor uns am Kai lag. Mit einer genialen Runde im berühmten Trollfjord und der Durchfahrt durch den 26 km langen Raftsund endete der eindrucksvolle Tag bei einer Trollfjordsuppe um Mitternacht.

Anderntags standen gleich 5 Ausflüge in der größten Stadt in Nordnorwegen, Tromsø ( knapp 75000 Einw.) den Gästen zur Auswahl. Wir lagen direkt hinter dem königlichen Schiff, das ebenfalls im Hafen von Tromsø ankerte. König Harald und Königin Sonja waren am Mittag auf dem Torget bei einer Veranstaltung  face to face zu sehen. Die Gäste konnten das Polarmuseum, das Polaria und auch den Storsteinen mit der Fjelleisen-Bahn entdecken. Weiter ging es auf der nordwärts gehenden Route nach Honningsvåg. Die Ziele hießen Nordkap und Gjesværstappen (Vogelinsel). Tausende Papageitaucher, Kormorane , Basstölpel und einige Adler konnten die Gäste eine Stunde lang an den Felsen beobachten. Ein grandioses Schauspiel. Vorbei an der Finnkjerka – die Kirche in Steinformation und ehemalige Opferstätte der Sami – ging es nunmehr hurtig in Richtung russischer Grenze zu unserem Wendepunkt, der Stadt  Kirkenes. Auch dort standen Ausflüge mit dem Boot zur Grenze, mit dem Bus zu den Huskies oder zum Krabbenfangen in der Barentsee auf dem Programm. Eine dreiviertel Stunde nach dem Krabbenfang und vielen Informationen über diesen Meeresbewohner, lagen die Füße der bis zu 180 cm großen „Krebse“ bereits im Kochtopf. Ein unvergleichlicher Gaumengenuß.

Bei ruhiger See ging es am Mittag wieder zurück nach Vardø, der einstigen Metropole des Pomorenhandels. Ein kurzer Besuch der Festung und des Hexenmonumentes zeigte die Geschichte der östlichsten Stadt Norwegens ( auf Höhe von Istanbul ).

Am frühen Morgen hieß es Frühstück am Nordkap und endlich ein Foto an der Weltkugel ohne Nebenmann/frau. Herden von wilden Rentieren waren ebenso zu sehen wie der „Vorzeigesame“ Nils Somby mit seinem Lieblingsrentier „Hvitsokk“. Nach reichlichen  Fotos von dem „armen“ Sami ging es durch den fast 7 km langen Nordkaptunnel weiter auf der Insel Magerøya (die Magere) in Richtung Hammerfest. Vielleicht wurde der eine oder andere von unseren Gästen auch Mitglied im berühmten Eisbärenclub ( Isbjørnklubben), der sich direkt am Kai der Hurtigrutenschiffe befindet. Als ob sich der Raftsund gegen uns verschworen hätte, zeigt er sich wie schon nordwärts, wolkenverhangen, bevor wir dann bei leichtem Nieselregen in den mystischen Trollfjord einfuhren.

Zurück in Svolvær hingen auch dort Wolken in der Bergwelt der Lofoten und verdeckte die sonst unvergleichliche Schönheit dieser Inselwelt.  In der Nacht segelten wir über den Vestfjord zurück zum Festland nach Bodø.

Am Morgen fuhren wir bereits der Helgelandküste entlang und machten um 07.00 Uhr bei schönstem Wetter und wunderbarer Luft mit Birgit Yoga vor der wunderschönen Berg- und Schärenkulisse in Ørnes. Danach überquerten wir vor Nesna erneut den nördlichen Polarkreis und tauchten wieder in nichtpolare Regionen ein.

In Brønnøysund ging es noch einmal von Bord, um eine Lachsfarm zu besichtigen. Mit vielen Informationen zu den Zuchtanlagen, kehrten wir zurück zur MS Finnmarken.

Weiter ging es entlang der Helgelandküste, vorbei an unzähligen Schären und Inseln, bevor wir am Morgen wieder in der Königsstadt Trondheim anlegten.

Nach einem Frühstück auf unserem Schiff und einem Spaziergang entlang der Nidelv  – Solsiden, Bakklandet und den alten Speicherhäuser bis zur Gamle Bybroen, ging es vorbei an der Insel Munkholmen in Richtung Kristiansund. In der Stadt, die für ihren Klippfisch bekannt wurde, stiegen wir zum letzten Ausflug aus und fuhren am „norwegischen Bauwerk des Jahrhunderts“ , der Atlantikstraße entlang nach Molde. Dabei überquerten wir die berühmte Storseisundbrücke, die längste der 8 Brücken, auf  dem Weg in die Rosenstadt Molde, wo wir wieder an Bord gingen. Zuvor aber ließen wir uns in einem Restaurant noch eine klassische  „Bacalhau“ schmecken. Mit vielen Eindrücken kamen wir anderntags an unserem endgültigen Ziel der Reise, „facettenreiches Norwegen“, in der zweitgrößten Stadt in Norwegen, Bergen, an.

Für einen Teil unserer Gäste – GRP 036 –  hieß  es direkt vom Schiff zum Flughafen, der just an diesem Tag mit Urlaubern – Ferienbeginn in Norwegen,  geradezu überfüllt war. Ergebnis: Schlange am KLM Schalter. Gleichwohl waren die Eindrücke unserer Reise so gewaltig schön, dass die kleinen Widrigkeiten mit einem Lächeln zu ertragen waren.

Anschließend gingen die Gäste auf ihre Schlussetappe in Richtung Heimat.

Bis zum nächsten Mal.

Ihre Reiseleiter Birgit und Adi

 

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